Kanubau - Leistenbau

Leistenbau ist eine Bootsbau-Methode, die üblicherweise für den Bau von Kanus / Kanadiern, Kajaks und Ruderbooten verwendet wird. Sie ist aber auch für grössere Boote geeignet. Das Verfahren besteht darin, schmale flexible Holzleisten - allgemein üblich ist eine Querschnitt von 6 x 19 mm (1/4" x 3/4") - auf einer temporären Form an Ihren Schmalseiten miteinander zu verleimen. Es erlaubt den Bau von steifen, robusten, leichten und wunderschönen Booten.

 

Es gibt sowohl das Grundmaterial als auch komplette Bausätze dafür zu kaufen. Absolut unabdingbar für ein gutes Ergebnis ist eine wirklich gute Qualität des Baumaterials - das heisst die absolute Präzision beim Zuschnitt der der Leisten.

 

Zum BAu wird eine steifer Rahemn (die Helling) benötigt, auf der in nicht allzu grossen Abständen die Formen (die Mallen) senkrecht ahgebracht sind. Diese Formen entprechen den Querschnitten des zu bauenden Bootes an bestimmten Positionen in der Längsrichtung des Boots. Die Leisten haben an einer Seite eine gefräste halbrunde Vertiefung (bed) und auf der anderen Seite eine gefräste, in diese Vertiefung passende Erhebung (cove). Die Leisten werden an ihren Schmalseiten miteinander verleimt. Bis zur Aushärtung der Verleimung werden sie mit Nägeln, Klammern oder Klemmen an die Formen gepresst. Nach der Aushärtung werden diese Hilfsmittel entfernt. Nun werden die Innen- und die Aussenseite des Bootes eben geschliffen. Dabie werden auch die allenfalls ausgetretenen Leimreste entfernt.

 

Die anschliessende Beschichtung innen und aussen mit epoxidgetränktem Glasgewebe bildet eine Trag- und  Schutzschicht auf dem Holz. Diese Schicht ist durchsichtig und  wasserfest und sie zeigt dadurch die Schönheit des darunter liegenden Holzes. Das am häufigsten für die Leisten verwendete Holz ist Rot- oder Weisszeder. Andere Hölzer mit vergleichbaren Eigenschaften wie zum Beispiel Fichte sind dafür aber ebenso gut geeignet.

 

Eine abschliessende mehrfache Beschichtung mit UV-resistentem Bootslack schützt die Epoxybeschichtung und das Holz vor den negativen Einwirkungen (vergilben, verspröden) von starker Sonneneinstrahlung.

 

Die Bauweise ermöglicht auch den Bau von "schwierigen" Formen, die mit andern Bautechniken so nicht zu realisieren sind.