Kanubau - Skin-on-Frame

Die Skin-on-Frame Methode ist die nebst dem Einbaum wohl älteste Art, ein Boot zu bauen. Traditionelle Boote wurden oft aus Schwemmholz gebaut, das mit Sehnen zusammengebunden oder mit Holzpflöcken miteinander verbunden wurde. Überzogen wurden sie meist mit mit Seehundfell. Man baute sie jeweils mit dem Material, das in den arktischen Regionen am ehesten verfügbar war.

 

Bei dieser Baumethode wird ein tragendes Skelett aus irgend einem Material (Holz, Aluminum, Kunststoff usw.) mit einem Gewebe aus Baumwolle, Nylon, Polypropylen oder Hypalon überzogen. Diese Bespannung wird mit einem oder mehreren Anstrichen mit einer für das gewählte Bespannungsmaterial geeigneten Flüssigkeit wasserdicht und soweit möglich auch verrottungsfest gemacht. Mit odernen Materialien bespannte Boot können gegen Beschädigungen sogar unempfindlicher sein als vergleichbare Boote aus Fiberglas und Polyester, aber sie sind auf jeden Fall weniger abriebfest als diese und empfindlicher auf Beschädigungen durch scharfe Gegenstände (z.B. Eiskanten). Allerdings lassen sich mit dieser Technik die wohl leichtesten Boote bauen.

 

Die Bauarten sind ebenso vielfältig wie die Boote, die sich mit dieser Methode bauen lassen. Von den originalen Bautechniken der Inuit in Sibirien, Alaska, den Aleuten und Grönland bis hin zu Booten, die einfach mit Rahmen und den sie verbindenden Leisten gebaut werden, ist alles möglich.

 

Ein spezieller Typ von Skin-on-Frame Booten sind die zerleg- und faltbaren Faltboote.